Fahrzeugvorstellung: Ralfs `71er Volvo P164

Ralfs Liebe zu diesem Auto geht zurück bis in seine Kindheit. Ein Nachbar fuhr damals dieses Auto und er fand ihn schon als kleiner „Hosenscheisser“ richtig toll. Viele Jahre später im Jahr 1984 sah er ihn zum ersten Mal im Hof eines Reifenhändlers auf dem Melatengürtel in Köln-Ehrenfeldt wieder.

Zu diesem Zeitpunkt war allerdings der Zustand schon nicht mehr der Beste: Mittlerweile war der Lack vierfarbig und das Blech in einem bemitleidenswerten Zustand. Auch konnte seinerzeit niemand in dem Geschäft Infos über dieses Auto geben, bis zu dem Zeitpunkt als Ralf zufällig jemanden an dem Auto rumschrauben sah. Ralf hatte großes Glück, denn es handelte sich um den rechtmäßigen Eigentümer.

Nach langem Gequatsche wurde Ralf immer mehr bewußt, dass er diesen Volvo, seine Kindheitserinnerung, unbedingt haben musste. Für sage und schreibe 800,-DM konnte er dem Besitzer das Auto inklusive einem Kofferraum voller Ersatzteile abschwatzen. Da die Abfindung von der Bundeswehr noch unangetastet auf dem Konto lag, entschloß er sich das Geld in die Restauration, bzw. die Wiederbelebung des 164ers zu stecken.

Beim Durchsehen der Unterlagen stellte sich heraus, daß der Schwedenpanzer ehemals zum Fahrzeugpool der schwedischen Botschaft in Bonn gehörte. Dies machte die Erlangung einer deutschen Zulassung leider nicht wirklich einfacher. Es folgte eine Menge Lauferei zum Straßenverkehrsamt, lange Telefonate und Besuche in der Botschaft bis er endlich den deutschen Fahrzeufbrief erlangte. Aufgrunde des Vorlebens dieses Autos bei der Botschaft war Ralf übrigens als erster Besitzer im Brief eingetragen, da kein Vorbesitzer festgestellt werden konnte.

Dies bedeutet, aus heutiger Sicht war Ralf schon im vierten Schuljahr bereits im Besitz dieses Wikingers. Im August 2021 wird der Wagen stolze 50 Jahre und Ralf ist froh, dass er ihn vor ein paar Jahren aus seinem dunklen Tiefgaragenplatz geholt und aus dem Dornröschenschlaf wiedererweckt hat. Das Fahren mit diesem Volvo ist doch immer wieder ein Erlebnis und weil dies so ist, bereut Ralf auch keine einzige Mark/Euro die er bisher hat reinstecken müssen.

Front: Beim Design von Grill und Frontmaske orientierte sich Volvo bei älteren Modellen wie dem P1900.

Motor: Der Reihensechszylinder hat einen Doppelvergaser, 2.998ccm Hubraum und ist gut für standfeste 130PS.

Exterieur: Volvo platzierte den 165er Anfang der 70er in der luxuriösen oberen Mittelklasse. Dafür kam auch sehr viel Chrom zum Einsatz.

Wie für den deutschen Markt nachgerüstet wirkt die aber völlig serienmäßige Standlicht/Blinker Kombination.

Interieur: Die Ledersitze das umfangreiches Armaturenbrett mit dem sehr großen filigranen Lenkrad fallen sofort ins Auge. Alles wirkt haltbar und robust, Volvo eben!

Felgen und Fahrwerk: Für die sportlich Note tragen die schönen Ronal-Felgen in der Dimension 5,5×13 Rechnung. Das Fahrwerk entspricht dem Originalteil.

Von August 1968 bis April 1975 entstanden 153.179 Einheiten des 164.

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